adler Anhang: Fußnoten
Tabellarische Übersicht für Kants Vorlesungen als Professor für Logik und Metaphysik an der Königsberger Albertina.
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1 Emil Arnoldt, GS, Bd. 5, S.173 ff. Das "Verzeichnis" fußt primär auf den Angaben der universitären Akten (Universitätsarchiv) und zieht die entsprechenden Unterlagen der Berliner Zentralverwaltung und der in Königsberg ansässigen Preußischen Regierung (EtatsMinisterium) [heute in der XX. Hauptabteilung im GStAPK in Berlin Dahlem] ergänzend heran. Eine Nachforschung, die sämtliche, heute vorhandenen (archivalische und gedruckte) Quellen ausschöpft, fand bislang nicht stand. - Das Universitätsarchiv galt bis Frühjahr 1990 als verschollen. Es befindet sich zu erheblichen Teilen im Staatlichen Archiv Olsztyn (Allenstein) [= APO]; vgl. Stark 1994a.

2 Die eckig umklammerten sind nicht mitgezählt; dazu gleich.

3 Winter 1773/74 (3. Oktober 1773): New York Public Library, Herter-Collection. Sommer 1775 (21. April 1775): Uppsala Universitätsbibliothek, Sammlung Brinkmans. Sommer 1787: Erwähnt in Warda 1899, S. 346. Sommer 1788 (7. April 1788): Abdruck in Warda 1899. Sommer 1790 (15. April 1790): Abschrift im Nachlaß Erich Adickes (Archiv der Berliner Akademie der Wissenschaften). Winter 1792/93 (17. Oktober 1792): Berlin, SBPK. Vgl. ferner die Liste der 'Gratuiti Anthropol. 1795' (d. h. der im Winter 1795/96 unentgeltlich die Anthropologie hörenden), die zu den Papieren des sogenannten 'Opus postumum' zählt (XXI: 461), vgl. auch Adickes 1920, S. 49.
Ms. germ. fol. 1702, Conv. IV, S. 40, SBB-PK [zum Faksimile]

4 Das Dekanat des Winters 1787/88 fehlt bei Arnoldt, vgl. Euler 1994, S. 62-63. Im Winter 1794/95 ließ Kant sich zeitweilig (oder ganz?) von Christian Jacob Kraus vertreten.

5 Vgl. Stark 1994.

6 Von Ausnahmen abgesehen habe ich auf häufig leicht mögliche Querverweise zur Chronologie von Publikationen Kants verzichtet. Eine Untersuchung der konkret nachweisbaren Beziehungen zwischen den sogenannten Druckschriften und den Vorlesungen fehlt bislang.

7 Diese Tatsache ist in der Akademie-Ausgabe nur zu erschließen, vgl. die amtlichen Briefe Nr. 2 und 3 (XII: 423-424).

8 Adreßkalender 1784, S. 158: "Der academische Senat kommt Mittwochs um 9 Uhr in der Senats-Stube auf dem Collegio Albertino zusammen." Vgl. jedoch Stark 1993, S. 226.

9 Schulze 1920 S. 69.

10 Die anders lautende Angabe für das Sommersemester 1785 "Repetitorium Logices ist Mittwoch und Sonnabends von 7-8 gehalten worden"(Arnoldt, GS, Bd. 5, S. 281.) beruht m.E. auf einem Versehen des Schreibers. - Zu den angegebenen Zeiten vgl. auch den Überblick bei R. B. Jachmann (1980, S. 132.), der seine eigenen Erfahrungen (ab Frühjahr 1783) resümiert.

11 Die Eintragungen für die Uhrzeiten sind fortgelassen. Sie sind nicht in allen Fällen von Arnoldt/Schöndörffer aus den Akten ermittelt worden: Wichtig ist folgendes: A) Ab dem Winter 1776/77 werden Anthropologie und physische Geographie als zweistündige Kompaktveranstaltungen auf Mittwoch und Samstag verlegt, d.h. an den vier Haupttagen mußten nur zwei Veranstaltungen koordiniert werden: beide finden unmittelbar nacheinander statt. Für die Privatkollegien ergibt sich ein Konflikt ab dem Sommer 1780: Das Senatstreffen jeden Mittwoch um 9 Uhr. Mögliche (Teil-)Lösung: Es gibt einen Unterschied zwischen Sommer und Winter. - B) Von Winter 72/73 bis Sommer 76 finden Physische Geographie und Anthropologie an den Haupttagen statt, vermutlich stets von 9-10 Uhr morgens nach der Moral bzw. dem Jus von 8-9 Uhr. C) Die zusätzlichen Pflichten des Repetitoriums und der Pädagogik finden an den Zusatztagen (Mi, Sa) statt. Zunächst ist das Rep. zweistündig je Woche, später (nach Einführung der Pädagogik ?) einstündig.

12 Vgl. Arnoldt GS, Bd. 5, S. 244 und die Bemerkung von Lehmann in Ak XXVII: 1045.

13 In den Studentenverzeichnissen der drei oberen Fakultäten vom Beginn des Wintersemesters 1777/78 (GStAPK XX. HA, EM 139b, Nr. 25, Bd. 8, fol. 61-88 geben vier Jurastudenten an, im kommenden Semester Moral bei Kant hören zu wollen. Es sind dies: Georg Wilhelm Hinz, Johann Friedrich Kaehler, von Placa und Karl Gottfried Rumbaum.

14 Vgl. dazu den eben erwähnten Konflikt mit den wöchentlichen Senatstreffen am Mittwoch um 9 Uhr.

15 Blendet man die Zeit vor der Konstitutierung der Anthropologie aus, dann ist die Regel noch deutlicher sichtbar: in 24 von 32 möglichen Fällen.

16 Leider sind bisher keinerlei ausführliche Nachschriften dieses Kollegs bekannt geworden, sodaß ich hier nur vermuten kann, daß es sich bei diesem Kolleg - seinem Namen gemäß - um eine Überblicksveranstaltung gehandelt hat, die weniger der Erörterung von Einzelproblemen oder spezieller Sachfragen gedient haben dürfte. - Insofern ist die Hinzunahme des theologischen Kollegs auffällig. Anscheinend war Kant an der Sache, einer Klärung des Verhältnisses seiner philosophischen Lehre zur Religion interessiert; vgl. dazu Stark 1992.



Letzte Änderung: 16.05.2005 / ... / 23.04.2015