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Neuedition, Revision und Abschluss
der Werke Immanuel Kants

Critik der practischen Vernunft (Handexemplar)

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Kants Handexemplar der „Critik der practischen Vernunft“ (1788) befindet sich im Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das Buch hat keine Archivsignatur und gehört zum Sammelgut des Universitätsarchivs. Dankenswerterweise wurde es ermöglicht, Digitalaufnahmen des Exemplars samt den handschriftlichen Bemerkungen Kants zu machen und hier zur Verfügung zu stellen. Das Handexemplar der „Critik der practischen Vernunft“ dient als Textgrundlage für die Neuedition dieses Werkes innerhalb der Ausgabe „Kant’s gesammelte Schriften“.

 

Erstmals vorgestellt wurde das Buch von Hans Vaihinger, der sich 1898 in den „Kant-Studien“ insbesondere der Überlieferungsgeschichte widmete (Hans Vaihinger: „Kants Handexemplar der Kritik der praktischen Vernunft“, in: Kant-Studien 2, 1898, S. 489-490). Gerhard Lehmann bot später eben dort Transkriptionen der ausführlicheren Bemerkungen Kants an, d. h. von Einträgen auf dem letzten Blatt des Textes, auf der inneren hinteren Deckelseite („Wenn schwindlichte Metaphysik…“) sowie auf einem eingelegten Blatt, das beginnt: „Quaestio Stolpiana“ (Gerhard Lehmann: „Kants Bemerkungen im Handexemplar der Kritik der praktischen Vernunft“, in: Kant-Studien 72, 1981, S. 132-139).

 

Für eine Ausstellung anläßlich des 500. Gründungsjahres der Universität Wittenberg im Jahr 2002 wurde Kants Handexemplar der „Critik der practischen Vernunft“ – ohne Rücksprache mit dem Archiv – einem Restaurator übergeben. Dieser hat leider kein Protokoll über seine Arbeit angefertigt. Den älteren Aufzeichnungen vertrauend, ist davon auszugehen, daß die Seite mit Kants Aufzeichnungen „Wenn schwindlichte Metaphysik…“, die dem Buch nun als loses Blatt beigefügt ist, vor der Restaurierung fest am inneren hinteren Deckel war.

 

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