JOSUA MAALER (PICTORIUS) - Die Teütsch spraach, Zürich 1561 - abgeschlossen

Maaler, dessen Wörterbuch sich ja auf dem Titelblatt rühmt, die deutsche Sprache dem ABC nach ordenlich gestellt zu behandeln, geht vom deutschen Stichwort aber aus - die Erklärung folgt dann wiederum in Latein. Er gibt zunächst allgemein an, was für ihn die Grundbedeutung des Wortes darstellt: Differentiam rei significat (bezeichnet einen Unterschied der Sache); sie wird durch einen Beispielsatz illustriert. Daran schließt sich eine Aufzählung von lateinischen Äquivalenten der Bedeutungsvarianten bzw. -nuancen von aber und dem teils synonym zu verwendenden sonder an. Schließlich werden zahlreiche Beispiele angeführt, die das Bedeutungsspektrum vorführen, ohne daß die dabei erkennbaren unterschiedlichen Bedeutungen in irgendeiner Weise voneinander abgegrenzt würden.

 

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Anders als Frisius richtet Maaler die lateinischen Übersetzungen nach den deutschen Beispielen aus; die Bedeutung der angeführten Verbindungen wie aber doch, aber fürwar, aber nun usw. wird allerdings nicht durch passende Beispielsätze, sondern nur durch diese Übersetzungen deutlich. Maaler zitiert nicht mehr wie sein Vorgänger in großer Zahl antike Autoren wie Cicero und Terenz. Die selbstverständliche Präsenz der Antike zeigt sich aber auch in den von Maaler angeführten Beispielen, in denen nicht zufällig Scipio, Marcus Cato, Achilles und Vlysses vorkommen.

 

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